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Diabetes:

Diabetiker werden überrascht sein, wie wirksam Laufen sich auf Ihr Leben auswirkt. Man muss viel weniger Insulin spritzen als vorher. Allerdings ist es wichtig, dass man sich langsam an das Laufen herantastet. Und wer natürlich vor der Diabetes ein Langstreckenläufer oder Spitzensportler war, der hat oftmals eine lange und schwierige Phase des Ausprobierens. Oftmals muss man gerade dann seine Ziele neu definieren. Die Regulation des Insulins ist gerade bei Sportlern, die Marathon und leistungsorientiert waren, nicht einfach anzupassen. Trotzem ist Laufen noch immer möglich – auch lange Strecken. Gerade da ist es wichtig, sich mit dem behandelnden Arzt bzw. einem erfahrenen Sportarzt und Diabetologen abzustimmen. (s. Thema Sport und Diabetes)

 

Stressabbau & Burn out Prävention

Zuerst die schlechte Nachricht. 48% und somit Todesursache Nr. 1 sind chronische Herz-Kreislauferkrankungen. Sitzen ist das neue Rauchen. Stress ist neben Bewegungsmangel und Übergewicht auf Dauer der sichere Weg, das Leben zu verkürzen.

Laufen ist eine sehr rhythmische Sportart, einige Menschen empfinden sie sogar als meditativ. Die Atmung ist gleichmäßig, der Luftaustausch über die  Lunge reichert Ihr Blut mit Sauerstoff an. Ihr Herz, was einfach gesagt, ein Muskel ist, profitiert vom gesundem Dauerlauf nachhaltig. Selbst nach Herzinfarkterkrankungen wird heute in den Kliniken in  kurzer Zeit dazu übergegangen Sport zu treiben bzw. zu walken und zu laufen.

Wer läuft baut Stress ab. 2008 gab es eine Metastudie, die zeigen konnte, dass regelmäßige Bewegung (10.000 Schritte/Tag) oder tgl. 30 min laufen, das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 40% !! reduzieren kann; Eine weitere Studie von  2012 postulierte, dass körperlich aktive Menschen eine 24% geringere Wahrscheinlichkeit haben, einen Schlaganfall zu erleiden.

Laufen ist eine der wenigen Sportarten, die man überall machen kann. Im Urlaub, am Meer, im Gebirge, zu allen Jahreszeiten und die wenig kostet. Allerdings sollten Sie in gute Laufschuhe investieren, um Knieproblemen vorzubeugen. Eine Laufanalyse kann man in jedem guten Sportgeschäft und aus medizinischer Sicht, bei jedem Sportarzt machen.

 

Laufen bei und gegen Depression

Was bewirkt Laufen bei einer Depression?

  • Während des Laufens wird der so wichtige Botenstoff „Serotonin“ enorm in seiner Produktion angeheizt. Die Steigerung von Seretonin bedeutet nichts anderes, als das stimmungsaufhellende Botenstoffe des „Glückshormons“ sowie weitere wichtige Botenstoffe, die der Stimmungsaufhellung dienen, ausgeschüttet werden.
  • Wenn man allein, zu zweit oder auch in der Gruppe durch die Natur läuft, findet eine Aufmerksamkeitsumlenkung statt. Dies alles kann dazu beitragen, dass sie gedanklich und emotional weggeleitet werden von Die Bewegung in  von belastenden Empfindungen und Wahrnehmungen. Gleichfalls werden Stresshormone abgebaut, man fühlt sich nach dem Lauf entspannter und ausgeglichener. Laufen dient ebenso wissenschaftlich erwiesen dem Aggressionsabbau.
  • Es gibt wenig Sportarten, bei denen man so schnell eine Verbesserung bemerkt wie beim Laufen. Man wird buchstäblich Schritt für Schritt fitter. Schon nach wenigen Wochen haben sich die Muskeln spürbar aufgebaut. Dadurch wird auch der Alltag leichter, z.B. das Treppensteigen.
  • Wer sich überwindet und sich auf das Lauferlebnis einlässt wird nach den ersten Wochen eine Steigerung des Selbstwertgefühls feststellen. Mit jedem Kilometer, den Sie sich erlaufen entwickeln Sie Widerstandskraft und Durchhaltevermögen – das hilft auch in anderen Lebensbereichen.
  • Laufen fördert Ausdauer, Beweglichkeit, koordinative Fähigkeiten, Konzentration und Körperwahrnehmung.
  • Laufen stärkt Ihr Imunsystem – vorausgesetzt Sie laufen in gesundem Maß und nicht über Ihre Grenzen hinweg.

Suchterkrankungen:

Laufen steuert gegen Suchtverhalten an. Es ist sicherlich umstritten, ob man von einer z.B. Drogensucht in eine Laufsucht fallen sollte. Aber Laufen hat weit mehr positive Kriterien. Wer läuft und Spaß daran findet, erlebt ein positives Feedback der Tagesstruktur. Man lernt neue Menschen kennen, was dazu führt, dass man aus seinem alten Umfeld heraustritt. Tägliche Rituale werden durch neue Termine unterbrochen. Kennen Sie das Gefühl, wenn Sie sich immer am Telefon und nach dem Essen, oder schon vor dem Frühstück eine Zigarette angezündet haben? Dies nennt man konditioniertes Verhalten. Wenn Sie diese Rituale durchbrechen und dafür andere einsetzen, werden sie nach 6 Wochen eine neue gesündere Gewohnheit haben. Das Thema Sucht und Laufen ist tief und würde hier zu weit führen. Gern sprechen wir persönlich darüber. Eins ist aber klar. Wer mit dem Rauchen aufhört, tut sich gut darin zu bewegen. Denn oftmals wird allein deshalb wieder zur Zigarette gegriffen, weil man vom Suchtrauchen zum Suchtessen übergeht wenn der Hosenbund spannt.

Andreas Niedrig, der heute ein erfolgreicher Spitzensportler als Langstrecken-Triathlet ist, war in jungen Jahren stark drogensüchtig. Ich kann jedem das Buch seiner Lebensgeschichte nur empfehlen:

Von Junkie zum Ironman  – Autor: Jörg Schmitt-Kilian – ISBN-13: 978-3453640344

Finding Ultra: Wie ich meine Midlife-Krise überwand und einer der fittesten Männer der Welt wurde (Deutsch) Gebundene Ausgabe – 20. März 2015 von Rich Roll

 

Laufen senkt das Krebsrisiko

Das Krebsrisiko, vor allem bei Brustkrebs, Darmkrebs und Prostatakrebs sinkt nachweislich:

Frauen, die regelmäßig laufen senken nachweislich Ihr Brustkrebsrisiko bzw.

Krebsleiden sind die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Vor 30 Jahren hieß es noch, dass man sich bei Krebs schonen sollte. Doch davon geht man jetzt immer mehr ab. Forschungsarbeiten zeigen, dass vor allem bei Brust- und Darmkrebs das Erkrankungsrisiko signifikant verringert wird. Auch Prostatakrebs zeigten sich gute Effekte. So verringert körperliche Aktivität die Wahrscheinlichkeit, an Darmkrebs zu erkranken, um bis zu 50 Prozent und das Risiko für Brustkrebs um etwa 40 Prozent bei regelmäßig körperlicher Bewegung.

 

Blutbild:

Sie haben zu hohe Cholesterinwerte – dann laufen Sie. Laufen wandelt das „schlechte LDL“ was für unsere Arterienverkalkung und Ablagerungen in den Blutgefäßen zuständig ist, in das „gute HDL“.

smileDas Leben ist schön… leben wir es so gesund wie möglichsmile